Reiseziele
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Wanderung: Durch das Bodetal von Treseburg nach Thale im Harz

Wald und Wasser – diese Kombination verspricht dir eine Wanderung durch das untere Bodetal. Als „kleiner Grand Canyon“ des Harzes bietet der Wanderweg tolle Aussichten auf die Schluchten der Bode und ist dabei mit durchschnittlicher Kondition auch für Wanderanfänger gut zu wandern.

Reisebericht: Malaga in Spanien – mein Tor nach Andalusien – Andalusien Etappe 3

Málaga war mein Start- und Endpunkt einer wunderschönen Reise durch Andalusien. Zaubervolle Aussichten, wunderhafte Orte und die Buntheit der Welt erlebe ich auf dieser Reise. Alte Steine, neue Steine – und das Meer gibt es auch!

Reisebericht: Cordoba – Die Säulen der Mezquita – Andalusien Etappe 2

Auf meiner Reise durch Andalusien staune ich über Säulen bis in die Unendlichkeit, wunderschöne Orangenbaumgärten und die jüdische und maurisch islamische Kultur. Und neue Bekanntschaften schließt man multikulturell am besten beim Essen…

Reisebericht: Los Cahorros von Monachil – Wandern in Spaniens Sierra Nevada

Schluchten, Wildbäche, Hängebrücken und fantastische Aussichten gibt es wenige Kilometer außerhalb Granadas in Monachil in der Sierra Nevada. Einblicke in die Strecke dieser abenteuerlichen Tageswanderung und Musik des spanischen Notrufes gibt es hier.

Hervorgehoben

Reisebericht: Granada und der Zauber der Alhambra – Andalusien Etappe 1

Der Duft der Orangenblüten ist das Versprechen des Sommers.


Vom 16.03.2019 bis zum 23.03.2019 habe ich mich auf eine kleine Soloreise durch Andalusien in Spanien gemacht und mir mit dem Besuch der Alhambra einen kleinen Traum erfüllt. Die erste Etappe hat mich von Düsseldorf nach Granada geführt.

16.03.2019

Blitzdurchlauf am Düsseldorfer Flughafen: So schnell bin ich noch nie durchgekommen. Selbst an der Sicherheitskontrolle, an der ich alleine (!) an einem Band stehe, ist alles entspannt ohne panikartiges Auspacken, Einpacken und Flüchten. Nach einem angenehmen Flug komme ich gegen 11:00 in Malaga an und bin ein wenig verwirrt, dass ich ohne eine einzige Passkontrolle (weder in Deutschland noch in Spanien) aus dem Flughafen ins Land komme. Habe ich irgendwie den Mitarbeiterausgang genommen?

Vor dem Flughafengebäude finde ich ohne Schwierigkeiten die ALSA Bushaltestelle. Si, no, no, si – ab die Post nach Granada im bequemen Reisebus. Alles eine ganz neue Sprachhörerfahrung hier.

Eine ältere Dame setzt sich neben mich. Ich sitze neben dem Fenster. Sie winkt wild, beugt sich zu mir rüber, und klopft immer wieder über mich hinweg an die Scheibe. Draußen steht ein junger Mann und versucht angestrengt rauszufinden, von welcher Scheibe das Klopfen kommt. Ich muss lachen, denn irgendwann geht der Mann zu einem falschen Fenster, klopft und winkt der falschen Person, während die ältere Dame drinnen versucht, seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich helfe ihr vor der Fahrt, die Fußstange des Vordersitzes auf ihre Beinlänge einzustellen, damit sie ihre Füße aufstellen kann. Dafür bekomme ich eine interessierte – nur spanisch sprechende -Gesprächspartnerin, die mir die Fahrt über immer wieder Fragen stellt, die ich – immer wieder – nicht verstehe, auch nicht, wenn sie die Frage ungeduldig wiederholt. Irgendwann zuckt sie mit den Schultern und …fragt mich am Ende der Fahrt wieder irgendwas.

In Granada angekommen, staune ich zunächst über das grüne Gras zwischen den Bahnschienen – stelle dann aber fest, dass dieses Gras kein Wasser braucht – Plastik halt. Ich ziehe am Automaten ein Ticket, um die Bahn Richtung Hostel zu nehmen. Vieles steht hier auf Deutsch/Englisch und ich habe keine Schwierigkeiten, ein Ticket zu bekommen. Allerdings vermute ich in der Straßenbahn, dass ich das Ticket hätte stempeln müssen – also steige ich wieder aus und laufe das restliche Stück bei strahlendem Sonnenschein.  (Nachtrag: Noch später stelle ich fest, dass ich es einfach im Zug an den Automaten hätte halten müssen….)

Dank Google finde ich mein Hostel, das Hostal Lima, sehr schnell. Ich werde sehr freundlich vom Besitzer, einem ehemaligen Kölner – hurrah – begrüßt und über die wichtigsten Tapas-Bars in der Umgebung informiert. Seine Warnung, bestimmte Wege alleine im Dunkeln zu vermeiden, nehme ich mir zu Herzen.

Listen to the locals!

Heute Nacht schlafe ich in einem Museum! Das Hostal Lima ist in einem alten historischen spanischen Haus eingerichtet mit tollen Holzschnitzereien von Don Quichote, Rittern und anderen spanischen Persönlichkeiten. Leise plätschert vor meinem Zimmer ein kleiner Brunnen, im Flur plätschert die Musik von Forest Gump bis Celine Dion und im Zimmer plätschert meine Nase, denn das Zimmer ist sehr kalt! Zum Glück habe ich genug Klamotten dabei und Ohrenstöpsel auch (siehe: Meine Reiseessentials für die Packliste). Nach einem kurzen Zwischenstopp im Zimmer mache ich mich auf den Weg in die Altstadt von Granada und lasse mich einfach treiben. An der Kathedrale von Granada feiern viele Leute Jungesellenabschiede, und eine Gruppe hat eine richtige Band aufgestellt und reißt mit ihrer Musik die Leute mit, die einfach mittanzen. Ich mag diese Lebensfreude!

Ich gelange zum Basar hinter der Kathedrale und freue mich sehr an den arabischen Verzierungen der Häuser. Die Souvenirs sind schön, allerdings ist ein Großteil nicht typisch Granada/Spanien und mir z.B. auch aus den Dubai-Märkten sehr bekannt. Mal sehen, ob ich irgendwo ein erschwingliches gemaltes Bild für meine Hausgallerie finde.

Nach einem kurzen Besuch beim Palacio de la Madraza werde ich so langsam hungrig, aber irgendwie spricht mich nichts an. Klassisch wäre jetzt Tapas, aber ich fühle mich überfordert, auszusuchen. Vielleicht bin ich einfach zu müde. Ich gehe in einen kleinen Supermarkt und besorge ein paar Dinge, die ich auf dem Zimmer essen kann.

Morgen geht es zur Alhambra.  


17.03.2019

Heute wache ich sehr früh auf und weil noch kein Sonnenaufgang war, springe ich in meine Klamotten, schnappe mir meinen Rucksack und ein Banane-Saft-Frühstück, und flitze wie eine Verrückte Richtung Mirador San Nicholas, einem perfekten Aussichtspunkt, um die Alhambra im Sonnenaufgang zu fotografieren. Der Aussichtspunkt ist nur ca. einen Kilometer vom Hostel entfernt, aber weil ich so flitze (jetzt will ich den Sonnenaufgang schließlich erst recht nicht verpassen), komme ich oben ziemlich – sehr – ausgepumpt an. Was für ein Blick, während sich langsam die Sonne über den Horizont schiebt und zuerst alles in ein rosablaues Licht und dann in hellen Schein färbt. Außer mir sind nur noch eine Frau, ein Pärchen und ein fleißiger Helfer von der Straßenreinigung dort. Gut, dass ich früh da bin, denn es hat sich gelohnt und am Nachmittag ist es dort rappelpappelvoll!

Auf dem Rückweg zu meiner Unterkunft kaufe ich in einer kleinen Bäckerei ein paar Backwaren als Frühstück und Wegzehrung. Nach einer kurzen Pause im Hotel Lima mache ich mich auf den Weg, Granada zu erkunden.

Zuerst spaziere ich ein wenig um die Kathedrale und durch die Alcaiceria, einer kleinen Basarstraße. Es ist Sonntag und die meisten Geschäfte haben noch geschlossen.

Ratam. Ratam. Rataatatatataam. Plötzlich stehe ich einem sich einspielenden Musikkorps gegenüber, der grade losziehen will. Ich folge dem Getrommel und Getröte bis zur Iglesia de Santa Ana und gerate in eine Prozession. So etwas habe ich noch nie gesehen.

Danach wandere ich durch das ehemalige jüdische Viertel, das ehemalige arabische Viertel und merke, wie mir langsam durch die vielen Treppen in den kleinen Gassen die Kraft ausgeht. Irgendwie komme ich heute weder mit gedruckter Karte noch mit meinem Handy klar, und lande darum dreimal an der Kirche von St. Ana. Vorbei komme ich an einer Werkstatt eines Gitarrenbauers und an vielen Läden, die traditionelle Handwerkskunst zeigen. Ein bisschen Flamenco dazu – obwohl diese Art des Tanzes so gar nicht meine ist. Ich beschließe, mich Richtung Alhambra zu wenden, um ganz in Ruhe hochzulaufen, und nehme einen Umweg durch kleine Seitengassen. Ich folge einem Schild, auf dem Alhambra steht, und lande stattdessen nach einer Weile im schönen Park Carmen de los Martires – aber ich kann nicht mehr! Ich fülle meine Wasserflasche im Park auf und suche mir eine Palme aus – hier bleibe ich die nächste Stunde sitzen!

Gegen 14:00 mache ich mich zur Alhambra auf und bin innerhalb von 15 Minuten am Eingang. Da ich noch Zeit habe, bevor ich in den Nasridenpalast darf, schaue ich mir zuerst die Alcazaba an, die Wehrburg. Was für ein fantastisch strategischer Aussichtspunkt! Mein Blick schweift in alle Richtungen, über ganz Granada. Mich fasziniert der Gedanke, dass hier im neunten Jahrhundert ebenfalls Menschen gestanden haben, auf das Land unter ihnen geschaut haben, gelacht, gelebt und geliebt (und gehasst) haben, wie wir es heute tun.

Um 16:15 stehe ich in meiner Schlange zum Einlass in den Nasriden-Palast. Ich bin sofort verzaubert und nach Raum 3 fast erschlagen von so viel Mosaiken, Wandinschriften und Verzierungen. Die islamische Kunst der Mauren ist wunderwunderschön und ein Raum prunkvoller ausgestattet als der nächste. Die Zeit vergeht wie im Flug, so dass mir am Ende keine Zeit mehr bleibt, den Palacio del Generalife ausgiebig anzuschauen. Hinter mir wuseln schon die Mitarbeiter rum und werfen freundlich die Leute raus, denn heute schließt die Alhambra schon um 18:00. Ich flitze durch die unteren Gärten bis zum Ausgang, die Mitarbeiter im Rücken.

Auf dem Rückweg zu meinem Hostel lande ich zum vierten Mal bei Ana und ihrer Kirche, aber inzwischen kenne ich mich so aus, dass ich den Weg ganz gut wiederfinde.

Und morgen? Wenn meine Beine noch dran sind, möchte ich morgen Vormittag gerne raus auf eine Wandertour bei Monachil und mir die Los Cahorros ansehen, und abends Churros essen.


Alle Reiseberichte zu meiner Reise durch Andalusien gibt es hier:

Infos zu Organisation und Kosten dieser selbstgeplanten Solo-Reise findest du in diesem Blog-Beitrag.

Guernsey Coastal Path – Reisefazit

Frag mich!

Dein schönstes Erlebnis? – Die wunderbare Kombination aus Urwald, Klippenwegen, Küstenpfaden, rauen Felsstränden und feinstem Sandstrand auf dem Guernsey Küstenpfad; grandiose Aussichten, frischer Wind und der Geruch von Sonne ♥, die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Einheimischen

Guernsey Coastal Path – Reiseplanung für die Wanderung auf dem Küstenpfad

Geplant waren sechs Tage auf Guernsey, davon vier Tage Wanderung, und zwei Tage Luft – ein Tag davon wurde für „Sightseeing“ genutzt, der andere als „Schlechtwetterpuffer“. Pro Strecke waren 15-20km geplant; und so richtig richtig verlaufen ging eigentlicht nicht, denn je nach Richtung hat man das Meer immer zur Linken oder zur Rechten. Dennoch war es für mich hilfreich, mit vorher mit den Strecken auseinanderzusetzen, denn grade auf den ersten beiden Etappen gibt es wirklich (sehr wirklich!) viele Stufen – und 500 Stufen mehr oder weniger merkt man schon irgendwann, wenn man schon 3000 gelaufen ist.

Reisebericht: Guernsey Coastal Path – Küstenpfad Etappe 4

Uhhh! In der Ferne steigen dicke Rauchwolken auf – in Guernsey brennts und ich ahne: Das liegt auf meiner Tour! Wahrscheinlich irgendwo im Gewerbegebiet bei The Bridge. Mal schauen…es ist ja auch noch Zeit und Weg bis dahin. Vorbei an den letzten kleinen Stränden vor der Stadt. Am Rand des Gewerbegebietes liegt noch Vale Castle, zu dem ich gelange, indem ich die Straße überquere und an einer Leiter wie im … weiter lesen.

Reisebericht: Guernsey Coastal Path – Küstenpfad Etappe 3

Der Weg entpuppt sich ziemlich schnell als Pfadattrappe – denn vor mir liegt pötzlich ein felsiger Küstenabschnitt…äh, ja, und nun? Komoot sagt, da ist ein Weg – ich sehe nicht wirklich einen, aber die Richtung macht Sinn und nach oben geht es eh nicht, weil dort Warnschilder stehen, die mir sagen wollen, dass dort oben PRIVAT ist. Na denn, dann wird halt gekrakselt. Auf den Kieseln geht es noch, aber je größer die Felsen werden, desto mehr Seetag liegt in Schichten dazwischen.
Und uh! Manchmal ist es nicht möglich von einem Felsen auf den nächsten zur hüpfen, und dann trete ich auf Tonnen von Seetang …und bei jedem Schritt fliegen Unmengen schwarzer Fliegen auf; eklig! Aber umdrehen, den ganzen Weg wieder hoch? Nö…

Reisebericht: Guernsey Coastal Path – Küstenpfad Etappe 2

Die zweite Etappe des #Guernsey Coastal Path starte ich an meinem gestrigen Endpunkt, dem Petit Bot Bay. Meine Beine sind von den vielen Stufen noch etwas gummerig, darum setze ich alle Hoffnung in Komoots Höhenangaben auf der Strecke, die nach ca. 10 km flache Strecke versprechen. Jetzt geht es aber wiedereinmal zunächst treppauf und -ab…

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Reisebericht: Guernsey Coastal Path – Küstenpfad Etappe 1: St. Peter Port – Icart Point


Mein Projekt: Bailiwick of Guernsey – Coastal Walk
Länge: ca. 70km – gesehen: 15km

St. Peter Port => Icart Point

Streckeninfos

Route: Guernsey Coastal Path – Küstenpfad Etappe 1: St. Peter Port – Icart Pointt
Dauer: 3:46 bei 4,0 km/h
Streckenlänge: 15,0 km
Aufstieg: 410 m
Abstieg: 390 m
Schwierigkeitsgrad: mittel,sehr viele unregelmäßige Treppen und Stufen
GPX-Track und Profil unter: https://www.komoot.de/tour/40671229
Nutzung des Tracks auf eigenes Risiko – beachte immer die Anforderungen der Strecke vor Ort!

Wanderbericht

Auf geht es zur ersten Etappe des Guernsey Coastal Path. Insgesamt warten ca. 70 km darauf, erlaufen zu werden. Wie weit ich komme… keine Ahnung, denn dieses ist meine erste Wanderung mit mehreren Tagesetappen. Hauptsache erstmal los, und dann gehe ich nicht zum Weg, sondern der Weg kommt zu mir. Im Optimalfall…wenn er sich nicht verläuft.

Ich starte am Busbahnhof von St. Peter Port, den ich gestern im Regen etwas ausgekundschaftet habe. Heute freue ich mich darüber, dass die Sonne den Schwarzweißfilm von gestern bunt färbt. An der Hafenmauer schieße ich noch ein Startfoto… und in fünf Tagen will ich wieder hier stehen.

Der Weg führt mich schnell aus der Stadt und aufwärts. Dass es aufwärts geht, auch mit ein paar Stufen, damit habe ich gerechnet (, aber nicht wirklich mit dem, was noch kommt). Die Steigung ist angenehm und schon nach wenigen Minuten stehe ich oben bei der Clarence Battery mit ihren ausgestellten Kanonen und toller Aussicht auf die Stadt, das Meer und die Nachbarinseln. Die Möwen kreischen, das Meer rauscht, der Wind weht leise und grade nieselt es leicht. Das Möwenkreischen vermischt sich mit dem Zwitschern der Waldvögel auf meinem Weg und zusammen ergibt sich eine einmalige Geräuschkulisse… andere Geräusche (Auto!) gibt es nicht.

Verwunschene Pfade zwischen alten moosbewachsenen Bäumen, das Moos glänzt vor Nässe und lässt sich ausdrücken wie ein Schwamm. So viele Pflanzen, die ich noch nie gesehen habe, wachsen hier wild durcheinander.

Und dann geht es los…Treppen über Treppen, Stufen über Stufen… der Blick, Wahnsinn! Dieser tolle Ausblick wird mich begleiten, die wahnsinnigen Treppen leider auch. Keine normalen Stufen, sondern Riesenstufen in Höhe und Breite, endlos nach oben gehend… und dann wieder runter, um wieder raufzugehen.

Aber dafür werde ich immer wieder mit neuen Ausblicken belohnt, und als sich nach einigen weiteren Kilometern hinter mir die Strände ausbreiten die Cliffs zu sehen sind, die zuvor vor mir lagen und die ich abgelaufen bin, bin ich auch ein kleines bisschen stolz.


Immer wieder wechseln auf dem Weg Waldpfade und Klippenpfade, Asphaltstrecken gibt es so gut wie keine. Und das nächste Wow wartet auf mich am Moulin Huet Bay, der mich so fasziniert, dass ich hier eine längere Pause einlege.

Teezeit! Immer wieder komme ich an kleinen Tearooms vorbei, aber da ich gut versorgt bin, kann ich einfach weiter und kehre nicht ein.

Wie leicht die Menschen zu irritieren sind: Unterwegs finde ich eine schöne Tasche auf dem Weg, und weil der Moulin Huet Tearoom gut besucht ist, stelle ich mich einfach zwischen die Leute und rufe fragend, ob sie einer verloren hat. Viele fragende Autoblicke.Der Moulin Huet Strand ist so beeindruckend! Über eine Treppe (ha!) geht es hinunter in die Bucht zwischen die Felsen, die nur frei liegen, weil grade Ebbe ist. Hinter mir hat sich ein Wasserfall den Weg die Steilklippe nach unten Richtung Meer gesucht, von vorne rollen die Wellen heran – Zeit für eine ausgiebige Pause – und ein Fußbad ♥.

Zu Ende geht die heutige Tour nach weiteren Stränden (Le Jaonnet…da gehts nur mit Leiter runter, die ich mir wegen meiner Puddingbeine aber gesparrt habe) am Petit Bot Bay. Etappe 1, geschafft!

Diese erste Etappe war unheimlich schön, aber ziemlich anstrengend. Noch nie in meinem ganzen Leben bin ich so viele Stufen gelaufen. Wieviele es nach der Etappe sind? Keine Ahnung…bestimmt über 3000 insgesamt, aber nach der Zitterigkeit meiner Beine am Ende des Tages könnten wir uns auch im fünfstelligen Bereich bewegen. Mal sehen, was die nächste Strecke bringt – wenn ich morgen die Treppe im Hotel noch herunterkomme…


Alle Beiträge zur Wanderung 2018 auf der Kanalinsel Guernsey findest du unter der Kategorie Guernsey – Channel Islands.

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Tromsö: Einmal Polarlichter, Wale, Schlittenhunde – Reisebericht

Mein Projekt: Polarlichter sehen, Hundeschlitten fahren, Wale beobachten

Januar 2018 – Tromsö / Norwegen

Tag 1: Hurra, es geht los auf die Jagd nach Polarlichtern, Walen, Schnee und Kälte, über den Polarkreis nach Tromsö in Norwegen. Ich bin so gespannt und sehr neugierig auch auf die Polarnacht, denn aktuell geht in Tromsö die Sonne nicht über den Horizont. Wie hell/dunkel es wohl tagsüber sein wird?

Mit im Gepäck sind warme Klamotten, Schneekram wie Spikes, und jede Menge Futterzeugs, denn ich werde mich als Selbstversorger in zwei Ferienhäuser einquartieren und habe keine Lust, viel einzukaufen. Mein Hinflug geht von Düsseldorf über Kopenhagen über Oslo nach Tromsö, und ich gebe zu, auch wenn ich „klimaneutral“ fliege, habe ich ein kleines bisschen ein schlechtes Umweltgewissen. (Mehr Infos zur zweitbesten Option nach „Garnichtfliegen“ findest du z.B. bei Atmosfair). In Oslo verzögert sich der Abflug, denn Eis und Schnee müssen erst mit Hochdruck vom Flugzeug weggeschmolzen werden. Ich reise tatsächlich zum Polarkreis!

Enteisungskran am Flughafen Oslo
Enteisen, bevor der Vogel fliegt.

Windig bei 0 Grad begrüßt mich Tromsö, wo ich am kleinen Flughafen von einer sehr geschäftstüchtigen Ferienwohnungsvermieterin abgeholt werde. Schon beim Laufen des Meters vom Auto zur Eingangstür der Ferienwohnung bin ich so froh über die Spikes, die ich mitgenommen habe – denn hier ist es im wahrsten Sinne des Wortes „spiegelglatt“, und sonst bleibt mir morgen nur, auf dem Po die steile Auffahrt runterzuschlittern.

Die erste Ferienwohnung liegt etwas außerhalb Tromsös direkt am Fjord, von mir in der Hoffnung gebucht, dass sich auch in diesem Jahr die Wale direkt vor das Wohnzimmerfenster verirren. Die Wohnung ist etwas in die Jahre gekommen, Schranktüren fallen aus den Angel und alles ist etwas älteres Semester, aber es ist warm.

Tag 2: Das Morgenlicht schleicht sich in den Tag und gegen 11:00 Uhr ist die volle Helligkeit erreicht – also Dämmerlicht, aber heller als erwartet, und es taucht alles in wunderschönes Blau! Dieses Licht ist zauberhaft ♥. (Nur mein Zeitgefühl ist etwas durcheinander…)

Fjordbild
Tageslicht und die Sonne versteckt sich hinter dem Horizont.

Gekleidet im Zwiebelprinzip wird mir nicht so schnell kalt, die Funktionskleidung tut, was sie soll und funktioniert. Aber irgendwie bin ich etwas schlapp. Mist, ich glaube, da schleicht sich eine Erkältung ran! Für den heutigen Tag beschränken sich meine Unternehmungen darum auf einen Spaziergang und eine Busfahrt zum nächsten Supermarkt, von einer Bushaltestelle aus, die nur im Internet angezeigt wird. Hier stellt man sich einfach an den Straßenrand und stellt sich die Haltestelle vor, denn Schilder oder andere Kennzeichnungen gibt es hier außerhalb von Tromsö wenige.

Angehütte am Fjord
Angelhütte am Fjord

Tag 3: Das Landleben ist doch sehr beschaulich (zumal sich die Wale nicht gezeigt haben), und so ziehe ich heute in eine kleine Ferienwohnung mitten in Tromsö. Nach einem „Pfannensalat“ in Ermangelung einer geeigneten Salatschüssel (auf den Blumentopf komme ich erst später) drehe ich noch eine kleine Shoppingtour durch die Stadt und plane an der Touristeninformation von VisitTromsø meine Touren, so dass ich für die nächsten drei Tage Programm habe. (Was mich die ganze Reise gekostet hat, erfährst du hier.). Für heute gibt es echte tromsöische – tromsöjanische (?) Halstabletten und ein warmes Bett.

Tag 4: Auf zur Hundeschlittenfahrt! Mit einem Bus fahre ich mit meiner Gruppe hinaus zu den Huskies von Tromsø Husky. Nach einer Einkleidesession, bei der alle Teilnehmer warm und funktional eingepackt werden (hohe Stiefel sind wichtig!), und einer Trockenübung am Hundeschlitten, fahren wir in kleinen Gruppen raus zu den 120 Huskies. Was für ein Radau!
Immer in Zweierteams (einer fährt, der andere ist Pasagier mit Notbremsanker) wird uns ein Schlitten zugeteilt, vor den fünf Huskies gespannt sind, die es kaum abwarten können. So ein Gebelle. Ich darf fahren, und mein Puls steigt, während ich auf die Schlittenbremse trete – gleich, gleich soll ich die Bremse loslassen, gleich… wuaaaaaaaaaaah…der Schlitten zieht an und ich bin völlig aus dem Häuschen!

Ich bin ein Musher! Mal langsam, mal in rasantem Tempo geht es durch eine wahnsinnige Landschaft – Schnee staubt zwischen meinen Füßen auf, meine Stiefel verschwinden darin, eiskalter Wind weht mir ins Gesicht. Immer wieder bergab abbremsen, damit ich den Hunden nicht reinfahre, dann bergauf mitlaufen und anschieben, und dann über die flache Weite zischen – mit einem super Hundeteam: kein Verheddern, kein Anzicken, jeder kennt seine Aufgabe. Zwischendurch halten wir, werfen den Anker aus und genießen den Ausblick.

Hundeschlitten
Hundeschlittenteam

Was habe ich mir vorher Gedanken gemacht, ob ich es konditionell schaffe, nachdem ich mehrere Warnungen gelesen habe, dass „gute Kondition“ benötigt wird. Am Ende hat es genau gepasst: Ein wenig Kondition (mal schiebend einen Hügel im Schnee hochlaufen) und mehr Gleichgewichtssinn sowie ein Gefühl, wann es sinnvoll sein kann, auf die Bremse zu treten, damit der Schlitten nicht kippt – das hat geklappt!

Im Anschluss wärmen sich alle Teilnehmer bei heißer Schokolade und Gebäck in einer Holzhütte wieder auf. Zum Abschluss des Tages besuche ich in Tromsö noch das Polarmuseum, dass sehr liebevoll-anschaulich mit vielen Details und Exponaten die Zeit der Polarexpeditionen darstellt.

Tag 5: ES – IST – SO – KALT! Und so schön ♥! Mit einem Katamaran bin ich unterwegs auf Walsuche und harre bestimmt zwei Stunden draußen aus. Es sind -8 Grad, und nur Hüpfen, Zehengewackel und heißer Kakao bewahren mich davor, ganz ein (und fest-) zu frieren. Aber den Moment, in dem wir vielleicht Wale sehen, möchte ich nicht verpassen. Jetzt Ende Januar werden die Chancen geringer, noch Wale zu sehen, weil diese den Heringsschwärmen aus den Fjorden hinaus in das offene Meer folgen. Und dann…dann kommt der Glücksmoment!

Orcas im Fjord

Zum Schutz der Wale hält der Katamaran in deutlicher Distanz zu den Tieren, der Kamerazoom überbrückt etwas. Leider gibt es aber auch andere Boote, die den Schutzabstand nicht einhalten, teilweise gehen Taucher direkt bei den Walen ins Wasser.

Das Licht draußen ist so wunderschön!

Fjordfahrt
Fjordfahrt

Tag 6: Polarlichter – eine Garantie gibt es hier, wie auch bei den Walen, nicht, und ich bin aufgeregt, denn eigentlich war der Wunsch, Polarlichter zu sehen, der Ursprungsgrund für meine Reise. Aber Pablo und sein Team fahren uns mit dem Bus aus Tromsö hinaus, in die Dunkelheit hinein, und da taucht sie auf, die Aurora Borealis! Immer wieder halten wir an schönen Ausblicken und schauen dem Polarlicht bei knackingen -14 bis -20 Grad bei Kakao, Keksen und Lagerfeuer zu. Ganz langsam und zart schleicht sich das Polarlicht an den Himmel; ein grüner Schimmer, der kommt und geht, und einfach zauberhaft magisch ist. So viele Sterne, die Milchstraße, glasklare Luft… genau für solche Momente habe ich diese Reise gemacht.

Polarlichter in Norwegen

Tag 7: Koffer packen, ab nach Hause! So kurz dieser Urlaub war, so erfüllt war er mit wunderschönen Momenten: Auf dem Hundeschlitten durch eine atemberaubende Landschaft fliegen, Orcas in Freiheit sehen und dem Polarlicht beim Tanzen zuschauen. Zum Abschluss verabschiedet sich der Norden noch mit einmaligem Arktiskino. Es war wunderschön.