im Ausland
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Rundreise durch Island: Land aus Feuer und Eis – Vulkane, Geysire, Wasserfälle

„Blessuð og sæll!“ – Sei gesegnet und glücklich! 26.05.2022 – Heimaey / Westmännerinseln / Island Die Nacht ist schaukelig. Erste Schweinswale begleiten das Schiff auf …

Hervorgehoben

Wanderung: Vom Brambrüesch zum Dreibündenstein im Kanton Graubünden in der Schweiz

Des Weges Weite gibt des Schrittes Maß.

Ernst Raupach

Infos zur Route

Route: Rundwanderung Brambrüesch – Dreibündenstein
Dauer: 03:13 bei 4,0 km/h
Streckenlänge: 12.9 km
Aufstieg: 590 m
Abstieg: 590 m
Schwierigkeitsgrad: mittel bis schwer, lange Steigungen
GPX-Track und Profil unter: https://www.komoot.de/tour/83806758
Nutzung des Tracks auf eigenes Risiko – beachte immer die Anforderungen der Strecke vor Ort!

Wanderbericht

Heute entscheide ich mich für eine Rundwanderung zum Dreibündenstein – allerdings habe ich etwas Respekt vor den Höhenmetern, denn soviele auf kurzer Strecke bin ich noch nicht gelaufen. 590m Höhe und wieder runter, auf einer Strecke von 12km, das wird ein kräftiger und langer Anstieg für mich. Ich bin weiter unentschlossen.

Mit der ziemlich ruckelnden, zuckelnden und schaukelnden Gondel fahre ich zum Brambrüesch hinauf, wo mir ein älterer Herr, der mich von seinem Aussehen und seiner Kleidung sehr an den Almöhi aus Heidi erinnert, die Gondeltür öffnet und Almgedudelmusik schallt.

Ich starte meine Rundtour und gehe prompt in die entgegengesetzte Laufrichtung, so dass Komoot, meine persönliche Navitante, meckert, mein Weg liege in X Metern Entfernung. Aber ich laufe beharrlich weiter und irgendwann scheint sie zu merken, dass ich die richtige Route nur entgegengesetzt laufe (auch wenn die noch ausstehenden KM Angaben immer weiter ansteigen). Aber der Weg ist einfach und die Ausschilderungen für Wanderer sind super! Ein freundliches Wanderpärchen spricht mich auf Schweizerdeutsch an, ich verstehe fast Null, aber immerhin soviel, dass sie mir den Pfadweg oberhalb des Straßenweges empfehlen. Danke! Die Aussicht von hier ist so viel schöner!

Der Weg schlängelt sich immer weiter ansteigend – nur ansteigend. Unmengen an bunten Schmetterlingen fliegen vor mir her. Nach einer Weile komme ich an den ersten Weidezaun, in der Ferne höre ich Kuhschellen – jaaa! Gott schütze die Viehhirtin. Steht an ihrer kleinen Hütte. Und dann (Achtung, Klischee): Mehr Heidi geht nicht. Alm! Kühe! Die Almen werden von den Kühen gepflegt, und so führt mich mein Weg direkt durch die Kuhherden. Die Ladies schauen kurz auf und zupfeln dann weiter geschäftig am Gras.

Keuch! Dieser Aufstieg macht mich fertig. Sowohl von der Kondition her, als auch von der Beinmuskulatur. 500 Höhenmeter habe ich schon – Leute – 500m grade rauf! („Differenz zwischen zwei Punkten im Gelände in der Vertikale“) Und es geht noch weiter rauf. Ich denke mehrmals, ob ich umkehren soll, aber hey: Es ist doch nicht mehr weit! Also gehe ich weiter, Tippelschritt vor Tippelschritt. Mag ja sein, dass andere hier hochjoggen, aber für mich ist es die erste Alpinwanderung mit so vielen Höhenmetern. Ich habe keine Lust mehr…. Aber es gibt hier Kühe! Mit Flauschohren!

Auf der oberen Ebene angekomme, brauche ich noch etwa eine halbe Stunde bis zum Dreibündenstein. Die Aussichten von dort oben sind gigantisch. Auf dem Weg halte ich kurz an einem kleinen Bergteich, indem sich irgendwelche kleinen Echsen tummeln, als ein Hund mir entgegenkommt und in den Teich springt, den er leertrinken will. Immer wieder schaut er zu mir hin und ich bin unschlüssig, ob ich langsam aus der Hocke aufstehen soll. Wenn ich jetzt aufstehe, erschreckt er sich dann auch? Er wirkt genauso zögerlich wie ich, und kein Besitzer ist zu sehen. Ich stehe langsam auf, er schaut mich an… und trinkt dann weiter.

Die letzten Höhenmeter hinauf zum Dreibündenstein schaffe ich auch noch und lege hier eine längere Pause ein. Pausen fallen mir echt schwer: Immer habe ich das Gefühl, ich müsste laufen – darum muss ich mir selber Pausen „verordnen“.

Ich trage mich noch in das Gipfelbuch ein, und dann beginnt nach wenigen Metern der Abstieg. Meine Beine sind schon ziemlich gummerig, und auch wenn der Abstieg auf breitem Weg nicht übermäßig schwer ist, rutsche ich einmal auf dem Schotter-Gras-Kuhdung-Gemisch aus. Und wo der Dung hinführt, da sind sie dann auch: Es bimmelt und schellt, als ob ein Orchester sich völlig durcheinander einspielt. Und dann stehe ich mitten in der Kuhherde. Ich liebe Kühe! Die Kühe interessieren sich herzlich wenig für meine Selfies, wobei ich respektvollen Abstand halte. Kühe streicheln? No go! Auf dem weiteren Weg folgt mir die Kuhherde, als sie von der Kuhhirtin von der Alm runtergetrieben wird.

Völlig fix und fertig komme ich nach fast 600m rauf und 600m runter wieder bei der Gondel an, wo mir meine Gondelbekanntschaft von heute morgen freundlich auf die Schulter klopft und mich fragt, ob es schön war. War es! Wir plaudern ein wenig, während er die Gondel etwas zurückhält: Aus Südtirol kommt er, da sei es sehr schön. Die Arbeit habe ihn hergebracht. Und weg bin ich mit meiner Gondel.

Abends schaue ich mir die Bilder des Tages an. Meine Beine sind müde, mein Kopf glücklich. Gut, dass ich gelaufen bin.

Zusätzliche Infos zur Strecke

Anforderungsprofil:
Eine Tour mit vielen wundervollen Aussichten. Außer zu Beginn meist über Pfad- und Wanderwege. Trittsicherheit ist über die Strecke wichtig. Insgesamt eine Tour, die mit guter Kondition sehr gut machbar ist, ggf. mehrere Pausen einlegen. Die erste Hälfte der Strecke ist nur Anstieg.

Einkehr: An der Bahnstation Brambrüesch gibt es Einkehrmöglichkeiten; keine Einkehrmöglichkeit auf der Strecke.

Wetter: Den Wetterbericht unbedingt beachten. Das Wetter kann schnell umschlagen!

Bewertung: Für mich eine schöne Wanderung, grade auch für Einsteiger in alpines Wandern durch die gute Ausschilderung und einfache Streckenführung geeignet. Man muss kein Sportler sein, aber eine gute Grundkondition ist bei dem langen Aufstieg notwendig. Viele tolle Aussichten auf relativ kurzer Strecke

Meine persönliche Bewertung:

Bewertung: 5 von 5.

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Guernsey Coastal Path – Reisefazit

Frag mich!

Dein schönstes Erlebnis? – Die wunderbare Kombination aus Urwald, Klippenwegen, Küstenpfaden, rauen Felsstränden und feinstem Sandstrand auf dem Guernsey Küstenpfad; grandiose Aussichten, frischer Wind und der Geruch von Sonne ♥, die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Einheimischen

Guernsey Coastal Path – Reiseplanung für die Wanderung auf dem Küstenpfad

Geplant waren sechs Tage auf Guernsey, davon vier Tage Wanderung, und zwei Tage Luft – ein Tag davon wurde für „Sightseeing“ genutzt, der andere als „Schlechtwetterpuffer“. Pro Strecke waren 15-20km geplant; und so richtig richtig verlaufen ging eigentlicht nicht, denn je nach Richtung hat man das Meer immer zur Linken oder zur Rechten. Dennoch war es für mich hilfreich, mit vorher mit den Strecken auseinanderzusetzen, denn grade auf den ersten beiden Etappen gibt es wirklich (sehr wirklich!) viele Stufen – und 500 Stufen mehr oder weniger merkt man schon irgendwann, wenn man schon 3000 gelaufen ist.

Reisebericht: Guernsey Coastal Path – Küstenpfad Etappe 4

Uhhh! In der Ferne steigen dicke Rauchwolken auf – in Guernsey brennts und ich ahne: Das liegt auf meiner Tour! Wahrscheinlich irgendwo im Gewerbegebiet bei The Bridge. Mal schauen…es ist ja auch noch Zeit und Weg bis dahin. Vorbei an den letzten kleinen Stränden vor der Stadt. Am Rand des Gewerbegebietes liegt noch Vale Castle, zu dem ich gelange, indem ich die Straße überquere und an einer Leiter wie im … weiter lesen.

Reisebericht: Guernsey Coastal Path – Küstenpfad Etappe 3

Der Weg entpuppt sich ziemlich schnell als Pfadattrappe – denn vor mir liegt pötzlich ein felsiger Küstenabschnitt…äh, ja, und nun? Komoot sagt, da ist ein Weg – ich sehe nicht wirklich einen, aber die Richtung macht Sinn und nach oben geht es eh nicht, weil dort Warnschilder stehen, die mir sagen wollen, dass dort oben PRIVAT ist. Na denn, dann wird halt gekrakselt. Auf den Kieseln geht es noch, aber je größer die Felsen werden, desto mehr Seetag liegt in Schichten dazwischen.
Und uh! Manchmal ist es nicht möglich von einem Felsen auf den nächsten zur hüpfen, und dann trete ich auf Tonnen von Seetang …und bei jedem Schritt fliegen Unmengen schwarzer Fliegen auf; eklig! Aber umdrehen, den ganzen Weg wieder hoch? Nö…

Reisebericht: Guernsey Coastal Path – Küstenpfad Etappe 2

Die zweite Etappe des #Guernsey Coastal Path starte ich an meinem gestrigen Endpunkt, dem Petit Bot Bay. Meine Beine sind von den vielen Stufen noch etwas gummerig, darum setze ich alle Hoffnung in Komoots Höhenangaben auf der Strecke, die nach ca. 10 km flache Strecke versprechen. Jetzt geht es aber wiedereinmal zunächst treppauf und -ab…

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Reisebericht: Guernsey Coastal Path – Küstenpfad Etappe 1: St. Peter Port – Icart Point


Mein Projekt: Bailiwick of Guernsey – Coastal Walk
Länge: ca. 70km – gesehen: 15km

St. Peter Port => Icart Point

Streckeninfos

Route: Guernsey Coastal Path – Küstenpfad Etappe 1: St. Peter Port – Icart Pointt
Dauer: 3:46 bei 4,0 km/h
Streckenlänge: 15,0 km
Aufstieg: 410 m
Abstieg: 390 m
Schwierigkeitsgrad: mittel,sehr viele unregelmäßige Treppen und Stufen
GPX-Track und Profil unter: https://www.komoot.de/tour/40671229
Nutzung des Tracks auf eigenes Risiko – beachte immer die Anforderungen der Strecke vor Ort!

Wanderbericht

Auf geht es zur ersten Etappe des Guernsey Coastal Path. Insgesamt warten ca. 70 km darauf, erlaufen zu werden. Wie weit ich komme… keine Ahnung, denn dieses ist meine erste Wanderung mit mehreren Tagesetappen. Hauptsache erstmal los, und dann gehe ich nicht zum Weg, sondern der Weg kommt zu mir. Im Optimalfall…wenn er sich nicht verläuft.

Ich starte am Busbahnhof von St. Peter Port, den ich gestern im Regen etwas ausgekundschaftet habe. Heute freue ich mich darüber, dass die Sonne den Schwarzweißfilm von gestern bunt färbt. An der Hafenmauer schieße ich noch ein Startfoto… und in fünf Tagen will ich wieder hier stehen.

Der Weg führt mich schnell aus der Stadt und aufwärts. Dass es aufwärts geht, auch mit ein paar Stufen, damit habe ich gerechnet (, aber nicht wirklich mit dem, was noch kommt). Die Steigung ist angenehm und schon nach wenigen Minuten stehe ich oben bei der Clarence Battery mit ihren ausgestellten Kanonen und toller Aussicht auf die Stadt, das Meer und die Nachbarinseln. Die Möwen kreischen, das Meer rauscht, der Wind weht leise und grade nieselt es leicht. Das Möwenkreischen vermischt sich mit dem Zwitschern der Waldvögel auf meinem Weg und zusammen ergibt sich eine einmalige Geräuschkulisse… andere Geräusche (Auto!) gibt es nicht.

Verwunschene Pfade zwischen alten moosbewachsenen Bäumen, das Moos glänzt vor Nässe und lässt sich ausdrücken wie ein Schwamm. So viele Pflanzen, die ich noch nie gesehen habe, wachsen hier wild durcheinander.

Und dann geht es los…Treppen über Treppen, Stufen über Stufen… der Blick, Wahnsinn! Dieser tolle Ausblick wird mich begleiten, die wahnsinnigen Treppen leider auch. Keine normalen Stufen, sondern Riesenstufen in Höhe und Breite, endlos nach oben gehend… und dann wieder runter, um wieder raufzugehen.

Aber dafür werde ich immer wieder mit neuen Ausblicken belohnt, und als sich nach einigen weiteren Kilometern hinter mir die Strände ausbreiten die Cliffs zu sehen sind, die zuvor vor mir lagen und die ich abgelaufen bin, bin ich auch ein kleines bisschen stolz.


Immer wieder wechseln auf dem Weg Waldpfade und Klippenpfade, Asphaltstrecken gibt es so gut wie keine. Und das nächste Wow wartet auf mich am Moulin Huet Bay, der mich so fasziniert, dass ich hier eine längere Pause einlege.

Teezeit! Immer wieder komme ich an kleinen Tearooms vorbei, aber da ich gut versorgt bin, kann ich einfach weiter und kehre nicht ein.

Wie leicht die Menschen zu irritieren sind: Unterwegs finde ich eine schöne Tasche auf dem Weg, und weil der Moulin Huet Tearoom gut besucht ist, stelle ich mich einfach zwischen die Leute und rufe fragend, ob sie einer verloren hat. Viele fragende Autoblicke.Der Moulin Huet Strand ist so beeindruckend! Über eine Treppe (ha!) geht es hinunter in die Bucht zwischen die Felsen, die nur frei liegen, weil grade Ebbe ist. Hinter mir hat sich ein Wasserfall den Weg die Steilklippe nach unten Richtung Meer gesucht, von vorne rollen die Wellen heran – Zeit für eine ausgiebige Pause – und ein Fußbad ♥.

Zu Ende geht die heutige Tour nach weiteren Stränden (Le Jaonnet…da gehts nur mit Leiter runter, die ich mir wegen meiner Puddingbeine aber gesparrt habe) am Petit Bot Bay. Etappe 1, geschafft!

Diese erste Etappe war unheimlich schön, aber ziemlich anstrengend. Noch nie in meinem ganzen Leben bin ich so viele Stufen gelaufen. Wieviele es nach der Etappe sind? Keine Ahnung…bestimmt über 3000 insgesamt, aber nach der Zitterigkeit meiner Beine am Ende des Tages könnten wir uns auch im fünfstelligen Bereich bewegen. Mal sehen, was die nächste Strecke bringt – wenn ich morgen die Treppe im Hotel noch herunterkomme…


Alle Beiträge zur Wanderung 2018 auf der Kanalinsel Guernsey findest du unter der Kategorie Guernsey – Channel Islands.